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Anhörung

Für eine Einberufung muss Dein Kreiswehrersatzamt (KWEA) bestimmte Fristen einhalten. Liegt Deine Musterung länger als zwei Jahre zurück, dann hast Du das Recht, nochmals ärztlich untersucht zu werden. Es könnten sich ja einige Veränderungen ergeben haben. Dazu musst Du angehört werden. Diese Anhörung bedeutet, dass Dir das KWEA einen Brief schickt und Dich fragt, ob Du ein gesundheitliches Problem hast, oder ob es sonstige Gründe gibt, die Deiner Einberufung entgegenstehen würden. Welche Gründe das sein können, steht im Bereich Informationen.

So ein Brief ist ein sicheres Zeichen, dass es Dir bald an den Kragen gehen soll! Haben sich bei Dir gesundheitliche Probleme eingestellt, solltest Du einen Antrag stellen, nochmals untersucht zu werden. Wenn Du nicht antwortest, ist für das KWEA die Sache erledigt und sie halten Dich für einberufbar. Einen Antrag auf Nachuntersuchung solltest du jedoch formlos in einem eigenen Brief stellen anstatt das beigefügte Formular zu verwenden, da du mit diesem automatisch deine Ärzte von der Schweigepflicht entbindest und das möchtest du ja dann doch vielleicht nicht unbedingt...

Achtung ! Die aufschiebende Wirkung von Widersprüchen gegen einen Tauglichkeitsüberprüfungsbescheid (Nachmusterung) existiert nicht mehr.

Diese Massnahme betrifft vor allem bereits tauglich gemusterte Wehrpflichtige die kurz vor Erreichen der Altersgrenze stehen. Diese können nun trotz eines Widerspruchs gegen den Musterungsbescheid bei einer erneuten Musterung (Nachmusterung) einberufen werden.

Für alle anderen (erstmalig gemusterten) gilt jedoch nach wie vor die aufschiebende Wirkung des Widerspruchsverfahrens. In der Regel wird bei diesen sogar bis zum Ende eines möglichen Verwaltungsgerichtsverfahrens abgewartet.